Rosen Cottage
Der Bewohner des gemütlichen Cottage züchtet seltene Rosen in seinem Garten. Dabei ist er auf eine besondere Art gestoßen, die sehr große Blüten trägt.

Pinsel und Materialien:
- Rundpinsel 3/0, 1, 2 und 4
- Rubbelkrepp oder weiße Gouache
- Optional: Bleistift
Hier findet ihr die Farbpalette und die Vorlage.

Zur Vorbereitung:
Bevor du mit den Blumen beginnst, trage Rubbelkrepp auf die Blütenstempel auf und lass dieses gut trocknen. Falls du keines verwenden möchtest, lass diesen Schritt einfach aus und male am Schluss deine Blütenstempel mit weißer Gouache.
1.
Für die Blumen brauchst du einen Rosaton, ein sanftes Gelb und ein mittleres Rot. Mische dir das Rosa und Gelb mit viel Wasser auf deiner Mischpalette an. Das Rosa dient als Basisfarbe für dein Blütenblatt. Mit dem 1er-Rundpinsel gibst du zuerst eine lasierende Schicht Rosa auf das Blütenblatt. Warte einen Augenblick und gib in die Mitte der noch nassen Fläche etwas Gelb hinein. Als Nächstes tupfst du direkt aus dem Näpfchen Rot in die Bereiche des Blütenblattes, die etwas dunkler sein sollen. Dunklere Bereiche sind zum Beispiel nah der Blütenmitte, wo viele Blätter aufeinandertreffen, oder dort, wo sich Blätter wölben. Nimm dir Blatt für Blatt vor und lass nebeneinanderliegende Flächen zunächst aus, sodass sie trocknen können, bevor du dir das Nachbarblatt vornimmst.

2.
Blattadern lassen die Blüten noch realistischer aussehen. Mit einem Detailpinsel 3/0 kannst du feine Linien entstehen lassen. Mische dir dafür noch einmal dein Rosa an oder nimm die Reste von deiner Palette, die du mit etwas Wasser aktivierst. Nun ziehst du mit dem Detailpinsel, ausgehend von der Blütenmitte, feine Linien nach außen hin zum Blattrand. Natürlicher wirken geschwungene Linien, die der Wölbung des Blattes folgen. Am Schluss kolorierst du die Blütenmitte mit einem kräftigen Rot.
Tipp:
Verwende mehrere Farben für deine Blütenblätter, damit sie lebendiger wirken. Mit einem sanften Gelb lassen sich schöne Lichtreflexe darstellen. Der kräftige Rotton betont schattige Bereiche.

3.
Gehe mit einem Lilaton (Mix-it-dark) über die schattigen Bereiche und verleihe deiner Blüte mehr Kontraste. Achte darauf, dass die Blüte komplett durchgetrocknet ist, damit sich die unteren Schichten nicht lösen. Mische deine Farbe lasierend. Schatten sind dort, wo Blätter sich wölben oder übereinanderliegen. Vergiss auch nicht, um die Blütenstempel Schatten zu malen. Nachdem die Blüte getrocknet ist, kannst du vorsichtig den Rubbelkrepp entfernen.

4.
Bei den Blättern und Stängeln gehst du ähnlich vor wie bei der Blüte. Wähle einen hellen und einen dunkleren Grünton aus. Nimm dir ein Blatt oder einen Stängel vor und koloriere zunächst mit dem helleren Grün. Tupfe anschließend in die noch nasse Fläche mit dem dunkleren Grünton Pigment in die Bereiche, die du schattieren oder betonen möchtest. Koloriere die Flügel deines Schmetterlings in einem Gelbton. Tupfe dort, wo die Flügel entspringen, Pigment auf das Papier und verblende die Farbe nach außen hin, sodass der Flügel immer heller wird.

5.
Den Blättern und Stängeln fehlt es noch ein wenig an Tiefe. Nimm dir deinen dunkleren Grünton zur Hand und setze dort, wo Blätter sich wölben oder knicken, Schatten. Denk daran, die Stängel und Zweige auf einer Seite zu schattieren. Ergänze zum Schluss mit einem Detailpinsel Blattadern auf deinen Blättern.

6.
Jetzt widmest du dich dem Cottage. Die Tür grundierst du mit einem knalligen Rotton. Das Dach färbst du komplett in einem Braunton. Arbeite zügig mit einem großen Pinsel, damit keine Wasserflecken entstehen. Gib in die Ecken und an einigen Stellen mehr Pigment hinzu, um diese zu betonen. Damit eine große Fläche nicht langweilig wirkt, kannst du auch noch einen zweiten supergranulierenden Farbton dazunehmen und an einige Stellen in die nasse Fläche geben. Das Innere der Fenster malst du in einem Türkiston aus.

7.
Falls dein Dach nach dem Trocknen noch nicht genug Kontrast hat, wiederhole den vorherigen Schritt und dunkle das Dach mit einer zweiten Schicht nach. Die Hauswand bleibt weiß und wird nur durch Schatten betont. Verwende einen Grauton, den du lasierend auf die schattigen Bereiche aufträgst, zum Beispiel hinter die Blumen oder unter dem Dachüberstand. Vergiss nicht, auch beim Schornstein einen Schatten zu malen. Der Haussockel und die Treppe werden ebenfalls in dem Grauton grundiert.

8.
Im letzten Schritt geht es an die Details! Das kleine Giebeldach kolorierst du in Braun. Setze vereinzelt ein paar Backsteine mit dem Rundpinsel auf die Hauswand und vor das Haus. Tupfe dabei auch gerne etwas Grau in einige Stellen hinein. So wirken die Steine plastischer. Den Briefkasten und die Fenster malst du in Perylengrün aus. Arbeite noch einige Details am Briefkasten aus, etwa den Briefschlitz. Die Treppe hebst du dunkler hervor, da diese im Vordergrund steht. Zum Schluss kannst du mit einem Bleistift noch einige Details herausarbeiten. Ich schraffiere dabei gerne die Schattenbereiche nach.
Tipp:
Die helle Hauswand beruhigt das Bild und leitet den Blick des Betrachters auf die Rosen.
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